Diener Nanak bittet um dieses eine Geschenk: Bitte segne mich, Herr, mit der gesegneten Vision Deines Darshan; mein Geist liebt Dich. ||2||
Pauree:
Wer sich Deiner bewusst ist, findet ewigen Frieden.
Wer sich Deiner bewusst ist, leidet nicht unter dem Todesboten.
Wer sich Deiner bewusst ist, macht sich keine Sorgen.
Wer den Schöpfer zum Freund hat, für den sind alle Angelegenheiten geklärt.
Wer sich Deiner bewusst ist, wird geachtet und geachtet.
Wer sich Deiner bewusst ist, wird sehr reich.
Wer sich Deiner selbst bewusst ist, hat eine großartige Familie.
Wer sich Deiner bewusst ist, rettet seine Vorfahren. ||6||
Salok, Fünfter Mehl:
Innerlich blind und äußerlich blind, singt er falsch, falsch.
Er wäscht seinen Körper, malt rituelle Zeichen darauf und jagt völlig dem Reichtum hinterher.
Aber der Schmutz seines Egoismus wird von innen nicht entfernt und er wird immer wieder reinkarniert.
Im Schlaf versunken und von unerfülltem sexuellen Verlangen gequält, singt er mit seinem Mund den Namen des Herrn.
Er wird ein Vaishnav genannt, ist jedoch an egoistische Taten gebunden; welche Belohnung kann man schon erlangen, wenn man nur die Hülsen drescht?
Der Kranich wird nicht zu einem der Schwäne, obwohl er zwischen ihnen sitzt; er starrt vielmehr unentwegt die Fische an.
Und als die Schwäne hinschauen und sehen, wird ihnen klar, dass sie niemals ein Bündnis mit dem Kranich eingehen können.
Die Schwäne picken nach Diamanten und Perlen, während der Kranich Frösche jagt.
Damit sein Geheimnis nicht auffliegt, fliegt der arme Kranich davon.
Was auch immer der Herr einem anhängt, daran hängt man. Wer ist schuld, wenn der Herr es so will?
Der Wahre Guru ist der See voller Perlen. Wer dem Wahren Guru begegnet, erhält sie.
Die Sikh-Schwäne versammeln sich am See, gemäß dem Willen des Wahren Gurus.
Der See ist mit dem Reichtum dieser Juwelen und Perlen gefüllt. Sie werden ausgegeben und verbraucht, aber sie gehen nie zur Neige.
Der Schwan verlässt den See nie. Das ist die Freude des Willens des Schöpfers.
O Diener Nanak, auf dessen Stirn ein solch vorherbestimmtes Schicksal eingeschrieben ist – dieser Sikh kommt zum Guru.
Er rettet sich selbst und rettet auch alle seine Generationen; er befreit die ganze Welt. ||1||
Fünftes Mehl:
Er wird Pandit genannt, ein Religionsgelehrter, und doch wandelt er auf vielen Wegen. Er ist hart wie rohe Bohnen.
Er ist voller Anhaftung und ständig in Zweifel versunken; sein Körper kann nicht stillhalten.
Falsch ist sein Kommen und falsch ist sein Gehen; er hält ständig nach Maya Ausschau.
Wenn jemand die Wahrheit sagt, dann ist er erzürnt, er ist völlig außer sich vor Wut.
Der böse Narr ist in Böswilligkeit und falsche Intellektualisierung vertieft; sein Geist ist an emotionale Bindungen gebunden.
Der Betrüger bleibt bei den fünf Betrügern; es ist eine Versammlung von Gleichgesinnten.
Und wenn der Juwelier, der Wahre Guru, ihn beurteilt, stellt sich heraus, dass er bloßes Eisen ist.
Im Verkehr mit anderen wurde er vielerorts als authentisch ausgegeben, doch jetzt ist der Schleier gelüftet und er steht nackt vor allen.
Wer zum Heiligtum des Wahren Gurus kommt, wird von Eisen in Gold verwandelt.
Der wahre Guru kennt weder Zorn noch Rachsucht. Er betrachtet Sohn und Feind gleichermaßen. Er beseitigt Fehler und Irrtümer und reinigt den menschlichen Körper.
O Nanak, jemand, dessen Schicksal auf seiner Stirn eingeschrieben ist, liebt den Wahren Guru.