Wenn der wahre Herr und Meister im Geiste verweilt, oh Nanak, werden alle Sünden vertrieben. ||2||
Pauree:
Millionen von Sünden werden durch die Meditation über den Namen des Herrn vollständig getilgt.
Die Früchte der eigenen Herzenswünsche erlangt man durch das Singen herrlicher Lobpreisungen des Herrn.
Die Angst vor Geburt und Tod wird ausgelöscht und man erlangt sein ewiges, unveränderliches wahres Zuhause.
Wenn es so vorherbestimmt ist, geht man in den Lotusfüßen des Herrn auf.
Segne mich mit Deiner Gnade, Gott – bitte bewahre und rette mich! Nanak ist ein Opfer für Dich. ||5||
Salok:
Sie sind mit ihren schönen Häusern und den Freuden ihrer geistigen Wünsche beschäftigt.
Sie erinnern sich in ihrer Meditation nie an den Herrn. O Nanak, sie sind wie Maden im Mist. ||1||
Sie sind vertieft in die prunkvolle Zurschaustellung all ihrer Besitztümer und hängen liebevoll daran.
Der Körper, der den Herrn vergisst, oh Nanak, wird zu Asche zerfallen. ||2||
Pauree:
Er darf sich über ein schönes Bett, zahllose Freuden und Genüsse aller Art freuen.
Möglicherweise besitzt er Villen aus Gold, die mit Perlen und Rubinen besetzt und mit wohlriechendem Sandelholzöl eingerieben sind.
Er kann sich den Freuden seiner geistigen Wünsche hingeben und muss sich keinerlei Sorgen machen.
Doch wer Gottes gedenkt, ist wie eine Made im Mist.
Ohne den Namen des Herrn gibt es überhaupt keinen Frieden. Wie kann der Geist getröstet werden? ||6||
Salok:
Wer die Lotosfüße des Herrn liebt, sucht ihn in den zehn Richtungen.
Er verzichtet auf die trügerische Illusion von Maya und schließt sich der glückseligen Form der Saadh Sangat an, der Gemeinschaft der Heiligen. ||1||
Der Herr ist in meinen Gedanken, und mit meinem Mund singe ich seinen Namen; ich suche ihn in allen Ländern der Welt.
O Nanak, alle protzige Zurschaustellung ist falsch; ich lebe, indem ich das Lob des wahren Herrn höre. ||2||
Pauree:
Er wohnt in einer heruntergekommenen Hütte, in zerfetzten Kleidern,
ohne sozialen Status, ohne Ehre und ohne Respekt; er wandert in der Wildnis,
ohne Freund oder Liebhaber, ohne Reichtum, Schönheit, Verwandte oder Verwandtschaft.
Dennoch ist er der König der ganzen Welt, wenn sein Geist vom Namen des Herrn durchdrungen ist.
Durch den Staub seiner Füße werden die Menschen erlöst, denn Gott hat großes Gefallen an ihm. ||7||
Salok:
Die verschiedenen Arten von Vergnügen, Kräften, Freuden, Schönheit, Baldachinen, Kühlventilatoren und Thronen zum Sitzen
- die Dummen, Unwissenden und Blinden sind in diese Dinge vertieft. O Nanak, das Verlangen nach Maya ist nur ein Traum. ||1||
Im Traum genießt er alle möglichen Freuden und die emotionale Bindung scheint so süß.
O Nanak, ohne Naam, den Namen des Herrn, ist die Schönheit von Mayas Illusion unecht. ||2||
Pauree:
Der Narr verbindet sein Bewusstsein mit dem Traum.
Wenn er aufwacht, vergisst er die Kraft, die Freuden und den Genuss und ist traurig.
Er verbringt sein Leben damit, weltlichen Angelegenheiten nachzujagen.
Seine Arbeiten werden nicht vollendet, da er von Maya verführt wird.
Was kann das arme, hilflose Geschöpf tun? Der Herr selbst hat es getäuscht. ||8||
Salok:
Sie können in himmlischen Reichen leben und die neun Regionen der Welt erobern,
doch wenn sie den Herrn der Welt, oh Nanak, vergessen, sind sie nur Wanderer in der Wildnis. ||1||
Inmitten von Millionen von Spielen und Unterhaltungen kommt ihnen der Name des Herrn nicht in den Sinn.
O Nanak, ihr Zuhause ist wie eine Wildnis, in den Tiefen der Hölle. ||2||
Pauree:
Er betrachtet die schreckliche, furchtbare Wildnis als eine Stadt.
Beim Anblick der falschen Objekte glaubt er, sie seien real.