Der Herr des Universums ist schön, fähig, weise und allwissend.
Seine Tugenden sind unbezahlbar. Durch großes Glück habe ich ihn gefunden; mein Schmerz ist verschwunden und meine Hoffnungen haben sich erfüllt.
Nanak betet: „Ich habe Dein Heiligtum betreten, Herr, und meine Angst vor dem Tod ist verschwunden.“ ||2||
Salok:
Ohne Saadh Sangat, die Gemeinschaft der Heiligen, stirbt man, während man verwirrt umherirrt und alle möglichen Rituale durchführt.
O Nanak, alle sind durch die anziehenden Bande Mayas und die karmische Aufzeichnung vergangener Taten gebunden. ||1||
Diejenigen, die Gott gefallen, sind mit ihm vereint. Er trennt die anderen von sich.
Nanak hat das Heiligtum Gottes betreten. Seine Größe ist herrlich! ||2||
Text:
In der Sommersaison, in den Monaten Jayt'h und Asaarh, ist die Hitze schrecklich, intensiv und schwerwiegend.
Die verstoßene Braut ist von seiner Liebe getrennt, und der Herr sieht sie nicht einmal an.
Sie sieht ihren Herrn nicht und stirbt mit einem schmerzlichen Seufzer; sie wird von ihrem großen Stolz betrogen und ausgeplündert.
Sie zappelt wie ein Fisch auf dem Trockenen. Sie hängt an Maya und hat sich vom Herrn entfremdet.
Sie sündigt und hat deshalb Angst vor der Reinkarnation; der Todesbote wird sie gewiss bestrafen.
Nanak betet, nimm mich unter Deine schützende Unterstützung, Herr, und beschütze mich; Du bist der Erfüller aller Wünsche. ||3||
Salok:
Mit liebevollem Glauben bin ich mit meinem Geliebten verbunden; ohne ihn kann ich nicht überleben, nicht einmal für einen Augenblick.
Er durchdringt und durchflutet meinen Geist und Körper, oh Nanak, mit intuitiver Leichtigkeit. ||1||
Mein Freund hat mich bei der Hand genommen. Er war mein bester Freund, Leben für Leben.
Er hat mich zum Sklaven seiner Füße gemacht. O Nanak, mein Bewusstsein ist erfüllt von Liebe zu Gott. ||2||
Text:
Die Regenzeit ist wunderschön; die Monate Saawan und Bhaadon bringen Glückseligkeit.
Die Wolken hängen tief und sind schwer vom Regen; die Gewässer und die Länder sind mit Honig gefüllt.
Gott ist überall allgegenwärtig; die neun Schätze des Namens des Herrn erfüllen die Häuser aller Herzen.
Durch die Meditation im Gedenken an den Herrn und Meister, den Erforscher der Herzen, werden alle eigenen Vorfahren gerettet.
Kein Makel bleibt an dem Wesen haften, das wach und aufmerksam in der Liebe des Herrn bleibt. Der barmherzige Herr ist auf ewig verzeihend.
Ich bete, Nanak, ich habe meinen Ehemann, Herrn, gefunden, der mir immer Freude bereitet. ||4||
Salok:
Durstig vor Verlangen irre ich umher; wann werde ich den Herrn der Welt erblicken?
Gibt es irgendeinen demütigen Heiligen, irgendeinen Freund, oh Nanak, der mich zur Begegnung mit Gott führen kann? ||1||
Ohne Ihm zu begegnen, habe ich keinen Frieden und keine Ruhe; ich kann keinen Augenblick, nicht einmal einen Augenblick überleben.
Wenn ich das Heiligtum der Heiligen des Herrn betrete, oh Nanak, erfüllen sich meine Wünsche. ||2||
Text:
In der kühlen Herbstzeit, in den Monaten Assu und Katik, dürstet es mich nach dem Herrn.
Auf der Suche nach der gesegneten Vision seines Darshan laufe ich umher und frage mich: Wann werde ich meinem Herrn, dem Schatz der Tugend, begegnen?
Ohne meinen geliebten Ehemann, den Herrn, finde ich keinen Frieden und alle meine Halsketten und Armbänder sind verflucht.
So schön, so weise, so klug und wissend; und doch ist es ohne den Atem nur ein Körper.
Ich schaue hierhin und dorthin, in die zehn Himmelsrichtungen; mein Geist dürstet so danach, Gott zu begegnen!
Ich bete, Nanak, überschütte mich mit Deiner Barmherzigkeit, vereinige mich mit Dir, oh Gott, oh Schatz der Tugend. ||5||
Salok:
Das Feuer der Begierde ist abgekühlt und gelöscht; mein Geist und Körper sind von Frieden und Ruhe erfüllt.
O Nanak, ich habe meinen vollkommenen Gott getroffen; die Illusion der Dualität ist zerstreut. ||1||