Kabeer, der Flamingo, pickt und füttert und denkt an seine Küken.
Sie pickt und pickt und füttert und denkt immer an sie. Ihre Küken sind ihr sehr lieb, genau wie die Liebe zum Reichtum, und Maya ist dem Geist des Sterblichen lieb. ||123||
Kabeer, der Himmel ist bedeckt und wolkig; die Teiche und Seen laufen über mit Wasser.
Wie der Regenvogel bleiben manche durstig. Wie ist ihr Zustand? ||124||
Kabeer, die Chakvi-Ente, wird für die Nacht von ihrem Liebsten getrennt, doch am Morgen trifft sie ihn wieder.
Diejenigen, die vom Herrn getrennt sind, begegnen ihm weder tagsüber noch nachts. ||125||
Kabeer: O Muschel, bleib im Ozean.
Wenn du davon getrennt wirst, wirst du bei Sonnenaufgang von Tempel zu Tempel schreien. ||126||
Kabeer, warum schläfst du? Wach auf und weine vor Angst und Schmerz.
Diejenigen, die im Grab leben – wie können sie in Frieden schlafen? ||127||
Kabeer, warum schläfst du? Warum stehst du nicht auf und meditierst über Gott?
Eines Tages wirst du mit ausgestreckten Beinen schlafen. ||128||
Kabeer, warum schläfst du? Wach auf und setz dich auf.
Verbinde dich mit dem Einen, von dem du getrennt wurdest. ||129||
Kabeer, verlasse die Gesellschaft der Heiligen nicht; wandle diesen Weg.
Sieh sie und werde geheiligt; triff sie und singe den Namen. ||130||
Kabeer, verkehre nicht mit den treulosen Zynikern; laufe weit weg von ihnen.
Wenn Sie ein mit Ruß beflecktes Gefäß berühren, bleibt ein Teil des Rußes an Ihnen haften. ||131||
Kabeer, du hast nicht über den Herrn nachgedacht, und nun hat dich das Alter eingeholt.
Jetzt, wo die Tür deines Herrenhauses brennt, was kannst du herausholen? ||132||
Kabeer, der Schöpfer tut, was immer ihm gefällt.
Es gibt keinen anderen außer Ihm. Er allein ist der Schöpfer von allem. ||133||
Kabeer, die Obstbäume tragen Früchte und die Mangos werden reif.
Sie gelangen nur dann zum Besitzer, wenn sie nicht vorher von den Krähen gefressen werden. ||134||
Kabeer, manche kaufen Götzenbilder und beten sie an; in ihrer Sturheit unternehmen sie Pilgerfahrten zu heiligen Schreinen.
Sie sehen einander an und tragen religiöse Gewänder, aber sie sind getäuscht und verloren. ||135||
Kabeer, jemand stellt ein steinernes Götzenbild auf und die ganze Welt betet es als den Herrn an.
Diejenigen, die an diesem Glauben festhalten, werden im Fluss der Dunkelheit ertrinken. ||136||
Kabeer, das Papier ist das Gefängnis und die Tinte der Rituale sind die Gitterstäbe vor den Fenstern.
Die Steinidole haben die Welt ertränkt und die Pandits, die Religionsgelehrten, haben sie unterwegs geplündert. ||137||
Kabeer, was du morgen tun musst, tue es stattdessen heute, und was du jetzt tun musst, tue es sofort!
Später wirst du nichts mehr tun können, wenn der Tod über deinem Haupt schwebt. ||138||
Kabeer, ich habe eine Person gesehen, die so glänzte wie gewaschenes Wachs.
Er scheint sehr klug und tugendhaft zu sein, aber in Wirklichkeit ist er verständnislos und korrupt. ||139||
Kabeer, der Todesbote, wird mein Verständnis nicht gefährden.
Ich habe über den Herrn meditiert, den Erhabenen, der diesen Todesboten erschaffen hat. ||140||
Kabeer, der Herr ist wie Moschus; alle seine Sklaven sind wie Hummeln.