Wer sein vorherbestimmtes Schicksal erfüllt, lernt den wahren Herrn kennen.
Auf Gottes Befehl ist es so bestimmt. Wenn der Sterbliche geht, weiß er es.
Erkenne das Wort des Shabad und überquere den furchterregenden Weltozean.
Diebe, Ehebrecher und Spieler werden wie Samen in der Mühle gepresst.
Verleumder und Klatschtanten werden Handschellen angelegt.
Der Gurmukh geht in den Wahren Herrn auf und ist am Hof des Herrn berühmt. ||21||
Salok, Zweiter Mehl:
Der Bettler ist als Kaiser bekannt und der Narr als Religionsgelehrter.
Der Blinde wird als Seher bezeichnet; so spricht man.
Der Unruhestifter wird als Anführer bezeichnet und der Lügner erhält einen Ehrenplatz.
O Nanak, die Gurmukhs wissen, dass dies Gerechtigkeit im dunklen Zeitalter von Kali Yuga ist. ||1||
Erstes Mehl:
Hirsche, Falken und Regierungsbeamte gelten als dressiert und schlau.
Wenn die Falle gestellt ist, fangen sie ihre eigene Artgenossen und finden fortan keinen Ort mehr, an dem sie ruhen können.
Nur er ist gelehrt und weise, und nur er ist ein Gelehrter, der den Namen praktiziert.
Zuerst schlägt der Baum Wurzeln und breitet dann seinen Schatten nach oben aus.
Die Könige sind Tiger und ihre Beamten sind Hunde.
Sie gehen hinaus und wecken die schlafenden Menschen, um sie zu belästigen.
Die Beamten fügen mit ihren Fingernägeln Wunden zu.
Die Hunde lecken das vergossene Blut auf.
Aber dort, im Gericht des Herrn, werden alle Wesen gerichtet.
Diejenigen, die das Vertrauen des Volkes missbraucht haben, werden in Ungnade fallen; ihnen wird die Nase abgeschnitten. ||2||
Pauree:
Er selbst erschafft die Welt und er selbst sorgt für sie.
Ohne die Furcht vor Gott werden Zweifel nicht ausgeräumt und die Liebe zum Namen wird nicht empfunden.
Durch den Wahren Guru steigt die Furcht vor Gott auf und die Tür der Erlösung wird gefunden.
Durch die Furcht vor Gott erlangt man intuitive Leichtigkeit und das eigene Licht verschmilzt mit dem Licht der Unendlichkeit.
Durch die Furcht vor Gott wird der furchterregende Weltozean überquert und man denkt über die Lehren des Gurus nach.
Durch die Furcht vor Gott findet man den furchtlosen Herrn. Er kennt weder Ende noch Grenzen.
Die eigensinnigen Manmukhs schätzen den Wert der Gottesfurcht nicht. Brennend vor Verlangen weinen und jammern sie.
O Nanak, durch den Namen wird Frieden erlangt, indem man die Lehren des Gurus im Herzen verankert. ||22||
Salok, Erster Mehl:
Schönheit und sexuelles Verlangen sind Freunde; Hunger und leckeres Essen hängen zusammen.
Die Gier ist mit der Suche nach Reichtum verbunden und beim Schlafen nutzt man sogar den kleinsten Raum als Bett.
Der Zorn bellt und richtet sein eigenes Verderben an, indem er blind nutzlosen Konflikten nachjagt.
Es ist gut zu schweigen, oh Nanak; ohne den Namen spuckt der Mund nur Schmutz aus. ||1||
Erstes Mehl:
Die fünf Diebe sind königliche Macht, Reichtum, Schönheit, sozialer Status und Jugend.
Diese Diebe haben die Welt geplündert; niemandes Ehre wurde verschont.
Aber diese Diebe selbst werden von denen ausgeraubt, die dem Guru zu Füßen fallen.
O Nanak, die Massen, die kein gutes Karma haben, werden ausgeplündert. ||2||
Pauree:
Die Gelehrten und Gebildeten werden für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen.
Ohne den Namen werden sie als Lügner beurteilt, sie werden unglücklich und müssen Not erleiden.
Ihr Weg wird tückisch und schwierig und ihnen wird der Weg versperrt.
Durch Shabad, das Wort des wahren und unabhängigen Herrn Gottes, wird man zufrieden.
Der Herr ist tief und tiefgründig und unergründlich; seine Tiefe kann nicht gemessen werden.
Ohne den Guru werden die Sterblichen geschlagen und ins Gesicht und in den Mund geschlagen, und niemand wird freigelassen.
Durch das Singen von Naam, dem Namen des Herrn, kehrt man ehrenvoll in seine wahre Heimat zurück.
Wisse, dass der Herr durch das Hukam seines Befehls Nahrung und den Atem des Lebens gibt. ||23||