Der Wald blüht vor meiner Tür, wenn doch mein Liebster wieder zu mir nach Hause käme!
Wenn ihr Ehemann Lord nicht nach Hause zurückkehrt, wie kann die Seelenbraut dann Frieden finden? Ihr Körper verfällt durch den Kummer der Trennung.
Der wunderschöne Singvogel singt auf dem Mangobaum, aber wie kann ich den Schmerz in der Tiefe meines Wesens ertragen?
Die Hummel schwirrt um die blühenden Zweige. Aber wie kann ich überleben? Ich sterbe, oh meine Mutter!
O Nanak, in Chayt kann Frieden leicht erlangt werden, wenn die Seelenbraut den Herrn im Heim ihres eigenen Herzens als ihren Ehemann gewinnt. ||5||
Vaisakhi ist so angenehm; an den Zweigen blühen neue Blätter.
Die Seelenbraut sehnt sich danach, den Herrn an ihrer Tür zu sehen. Komm, oh Herr, und hab Erbarmen mit mir!
Bitte komm nach Hause, oh mein Geliebter; trage mich über den tückischen Weltozean. Ohne Dich bin ich nicht einmal eine Muschel wert.
Wer kann meinen Wert ermessen, wenn ich Dir gefalle? Ich sehe Dich und inspiriere andere, Dich zu sehen, oh meine Liebe.
Ich weiß, dass Du nicht weit weg bist. Ich glaube, dass Du tief in mir bist, und ich bin mir Deiner Gegenwart bewusst.
O Nanak, wenn du Gott in Vaisakhi findest, wird das Bewusstsein mit dem Wort des Shabad erfüllt und der Geist beginnt zu glauben. ||6||
Der Monat Jayt'h ist so erhaben. Wie könnte ich meinen Geliebten vergessen?
Die Erde brennt wie ein Ofen und die Seelenbraut spricht ihr Gebet.
Die Braut betet und singt Seine glorreichen Lobpreisungen. Durch das Singen Seiner Lobpreisungen wird sie Gott wohlgefällig.
Der ungebundene Herr wohnt in seinem wahren Anwesen. Wenn er es mir erlaubt, werde ich zu ihm kommen.
Die Braut ist entehrt und machtlos; wie soll sie ohne ihren Herrn Frieden finden?
O Nanak, im Jayt'h wird diejenige, die ihren Herrn kennt, genau wie Er; indem sie Tugend erlernt, begegnet sie dem barmherzigen Herrn. ||7||
Der Monat Aasaarh ist gut; die Sonne brennt am Himmel.
Die Erde leidet schmerzlich, wird ausgedörrt und im Feuer geröstet.
Das Feuer trocknet die Feuchtigkeit aus und sie stirbt qualvoll. Doch selbst dann wird die Sonne nicht müde.
Sein Wagen zieht weiter, und die Seelenbraut sucht Schatten; im Wald zirpen die Grillen.
Sie bindet ihr Bündel von Fehlern und Verfehlungen zusammen und leidet im Jenseits. Doch wenn sie sich auf den Wahren Herrn konzentriert, findet sie Frieden.
O Nanak, ich habe Ihm diesen Geist übergeben; Tod und Leben ruhen bei Gott. ||8||
Sei glücklich in Saawan, oh mein Geist. Die Regenzeit ist gekommen und aus den Wolken sind Schauer ausgebrochen.
Mein Geist und mein Körper sind mit meinem Herrn zufrieden, aber mein Geliebter ist fortgegangen.
Mein Liebster ist nicht nach Hause gekommen und ich sterbe vor Trennungsschmerz. Der Blitz zuckt und ich habe Angst.
Mein Bett ist einsam und ich leide qualvoll. Ich sterbe vor Schmerzen, oh meine Mutter!
Sag mir: Wie kann ich ohne den Herrn schlafen oder Hunger verspüren? Meine Kleider bieten meinem Körper keinen Trost.
Nanak, nur sie ist eine glückliche Seelenbraut, die im Wesen ihres geliebten Gemahls Herrn aufgeht. ||9||
In Bhaadon wird die junge Frau von Zweifeln verwirrt; später bereut sie es und tut Buße.
Die Seen und Felder sind voller Wasser; die Regenzeit ist gekommen – es ist Zeit zum Feiern!
In der Dunkelheit der Nacht regnet es. Wie kann die junge Braut Frieden finden? Die Frösche und Pfauen lassen ihre lauten Rufe erschallen.
„Pri-o! Pri-o! Geliebte! Geliebte!“, schreit der Regenvogel, während die Schlangen beißend umherkriechen.
Die Mücken beißen und stechen, und die Teiche sind bis zum Überlaufen gefüllt; wie kann sie ohne den Herrn Frieden finden?
O Nanak, ich werde hingehen und meinen Guru fragen; wo immer Gott ist, dorthin werde ich gehen. ||10||
Komm nach Assu, mein Geliebter. Die Seelenbraut trauert zu Tode.
Sie kann Ihm nur begegnen, wenn Gott sie zu Ihm führt; die Liebe zur Dualität verdirbt sie.
Wenn sie durch Falschheit ausgeplündert wird, verlässt ihr Geliebter sie. Dann blühen die weißen Blumen des Alters in meinem Haar.