Gauree:
Wer tot bleibt und dennoch lebt, wird auch nach dem Tod weiterleben; so verschmilzt er mit der Ursprünglichen Leere des Absoluten Herrn.
Indem er inmitten der Unreinheit rein bleibt, wird er nie wieder in den furchterregenden Weltozean fallen. ||1||
O mein Herr, dies ist die Milch, die gerührt werden muss.
Bewahre durch die Lehren des Gurus einen ruhigen und stabilen Geist und trinke auf diese Weise den ambrosischen Nektar. ||1||Pause||
Der Pfeil des Gurus hat den harten Kern dieses dunklen Zeitalters des Kali Yuga durchbohrt und der Zustand der Erleuchtung ist angebrochen.
In der Dunkelheit von Maya habe ich das Seil mit der Schlange verwechselt, aber das ist vorbei und jetzt verweile ich in der ewigen Heimat des Herrn. ||2||
Maya hat ihren Bogen ohne Pfeil gespannt und diese Welt durchbohrt, oh Geschwister des Schicksals.
Der Ertrinkende wird vom Wind in alle zehn Himmelsrichtungen geweht, ich aber halte mich am Faden der Liebe des Herrn fest. ||3||
Der gestörte Geist ist im Herrn aufgegangen; Dualität und Böswilligkeit sind geflohen.
Kabeer sagt: „Ich habe den Einen Herrn gesehen, den Furchtlosen; ich bin auf den Namen des Herrn eingestimmt.“ ||4||2||46||
Gauri schafft eine Stimmung, in der der Zuhörer ermutigt wird, sich mehr anzustrengen, um ein Ziel zu erreichen. Die Ermutigung durch den Raag lässt das Ego jedoch nicht wachsen. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, in der der Zuhörer ermutigt wird, aber dennoch daran gehindert wird, arrogant und selbstgefällig zu werden.